Original paper

Bemerkungen über einige Encrinen.

Eck

Kurzfassung

Um Handbuch der Petrefactenkunde, 1852, t. 54, f. 8, und in der Petrefactenkunde Deutschlands, Abth. I, Bd. IV, t. 106, f. 177, bildete Quenstedt eine Encrinus - Krone aus dem Trochitenkalkstein des oberen Muschelkalks von Crailsheim ab, welche von Herrn Beyrich zu Encrinus aculeatus, von Herrn v. Koenen zu Encrinus liliiformis gestellt wurde. Der Verfasser hielt nicht für unmöglich, dass sie dem a.a.O. p. 540 beschriebenen Encrinus von Crailsheim zuzuweisen sei und wies darauf hin, dass sieh die Zugehörigkeit derselben zu der einen oder anderen Art wohl erst werde beurtheilen lassen, wenn wir über die Eigenschaften der äusseren Basaltäfelchen unterrichtet sein würden. Herr Branco hatte die dankenswerthe Güte, dem Verfasser eine Untersuchung des Originals zu ermöglichen. Die ringsum freie Krone besitzt einen Patinadurchmesser von 6 mm, einen Basisdurchmesser von 3 mm. Die Täfelchen des inneren Basalkreises sind nicht erkennbar, ebensowenig ein Pentagon mit radialer Winkelstellung, wie es die Mitte der unteren Figur der oben an zweiter Stelle erwähnten Abbildung zeigt. Die Täfelchen des äusseren Basalkreises dürften die Stengelansatzfläche in der Interradialrichtung wohl auf 1 mm Länge überragen; sie stehen senkrecht zur Säulenaxe, sind eben (wie bei Encrinus liliifomis) und zeigen keine Erhebung mit steiler Fläche nach aussen und oben, wie nie die von Herrn Beyrich zu Encrinus aculeatus gerechnete Patina (a.a.O. t. 1, f. 16) von Mikultschütz vom Bande der Stengelansatzfläche an beobachten lässt. Die ersten Radialia sind verdickt, in der Mitte stärker als an den Grenzen gegen die Nachbarradialstücke, sodass die Basis in einer grubigen Vertiefung liegt und von der Seite nicht sichtbar ist; sie haben eine untere Breite von 2 mm, obere Breite von 4 mm, Höhe von 2 mm.