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Ueber eine Anomalie im Kelche von Millericrinus mespiliformis.

Boehm, Georg

Kurzfassung

In seiner Monographie des Crinoïdes fossiles de la Suisse, Abhandl. d. Schweiz, paläontolog. Ges., Vol. IV, 1877, stellt De Loriol p. 23, t. 2, f. 7 a und 8, 8 a zwei Exemplare von Apiocrinus Meriani dar, deren Kelche eigentümliche, überzählige Täfelchen zeigen. Zwei zusammenstossende Basalia sind normal entwickelt. Bei den drei Übrigen ist dies nicht der Fall. Da, wo zwei von den letzteren mit dem dritten zusammenstossen - vergl. 1. c., f. 7 a - ist in jeder der beiden unteren Ecken je eine regelwidrige Platte ausgebildet. Wegen weiterer Details möge auf den Text und die Figuren-Erklärung bei De Loriol verwiesen sein. Aehnliche überzählige Tafeln finden sich zuweilen auch im Kelche von Apiocrinus Roissyi. In der Paléontologie française, Terrain jurassique, Tome XI, Theil I, t. 43 zeigt f. 3, 3a drei entsprechende Tafeln, welche unter sich an Form und Grösse verschieden sind. Man vergl. den Text, 1. c., p. 277. Im Münchener paläontologischen Museum befinden sich zwei Exemplare des Millericrinus mespiliformis aus dem oberen weissen Jura von Sontheim a. d. Brenz, welche jene eingeschobenen Keile in schönster Erhaltung zeigen. Die Stücke wurden mir von Herrn Prof. Von Zittel mit wohlbekannter Liberalität zur Verfügung gestellt, wofür ich auch an dieser Stelle besten Dank sage. Ich bringe sie in den beigefügten Holzschnitten zur Darstellung und möchte den letzteren wenige Worte hinzufügen.