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über L. Milch's Inaugural-Dissertation: Die Diabasschiefer des Taunus.

Lossen, K. A.

Kurzfassung

Er drückte seine Genugthuung darüber aus, dass der Verfasser die Studien an metamorphischen Eruptivgesteinen, anknüpfend zumal an des Vortragenden Untersuchungen über den Diabas von Rauenthal und Mittheilungen über die linksrheinischen Diabas-Augitschiefer von Winterburg, Spall und Argenschwang, in so erfolgreicher Weise gefördert habe. Derselbe hat durch vergleichendes Studium, ausgehend von solchen schiefrigen Vorkommen, welche noch deutliche Ueberreste der primären Substanz und primären Eruptivgesteinsstructur, oder eines von beiden erkennen lassen, und voranschreitend bis zu solchen, welche nur mehr Umbildungsmineralien und Umbildungsstructur besitzen, überzeugend dargethan, dass Karl Koch's Sericit-Hornblendeschiefer ebenso wie jene linksrheinischen Diabas-Augitschiefer nicht als ursprüngliche oder metamorphische Sedimente, sondern als metamorphosirte Eruptivtypen, "Diabase" und noch andere Gesteine - der Verfasser nennt letztere Diabas-Porphyrite - zu gelten haben. Unter den aus nur structurell vom Diabas verschiedenen Diabas-Porphyriten nach des Verfassers Anschauung hervorgegangenen Schiefern sind indessen wohl auch metamorphische Abkömmlinge kieselsäure- und alkalireicherer Eruptivgesteine vertreten. Darauf weisen zunächst die mitgetheilten älteren und neueren Analysen bin, aus welchen indessen diejenigen List's, betreffend die Gesteine aus der Umgebung der alten Kupfergrube bei Naurod und von der Leichtweisshöhle (XI und XII), von vornherein als nicht hierher, sondern zu den schiefrigen Sericitgneissen Koch's gehörig auszuscheiden sind. So vortrefflich die Analysen der linksrheinischen Diabasschiefer aus der Umgebung von Winterburg, Argenschwang und Dalberg (Analysen III-VII) mit denjenigen des Diabas von Rauenthal (I und II) übereinstimmen, so wenig ist dies mit den meisten übrigen Analysen der Fall.