Original paper

über Sphenopteris furcata Brongn.

Potonié, Henry

Kurzfassung

Es stammt aus dem Hangenden des Franziskaflötzes, nördliche Grundstrecke in der 120 m Sohle von Helene-Schacht der Friedrich-August-Zeche bei Jaworzno in Galizien und wurde im Frühjahr 1891 gefunden. Die Hauptspindel des Exemplars ist gegen 18 cm lang und trägt 7 Fiedern, die unterste derselben ist diplothmematisch gegliedert, die oberen in der üblichen, einfachen Weise gefiedert; zwischen diesen und der untersten Fieder finden sich Uebergänge. Der Aufbau des ganzen Exemplares ist in ganz gleicher Weise weder bei fossilen, noch bei jetzt lebenden Filices bisher beobachtet worden. Den diplothmatischen Aufbau unserer Art hat zwar bereits Stur angegeben, aber das gleichzeitige Auftreten von diplothmematischen Fiedern und in gewöhnlicher Weise gefiederter Fiedern gleicher Ordnung, letztere als die spitzenständigen Fiedern 1. Ordnung der Wedel, war nicht bekannt. In paläontologisch-systematischer Hinsicht gemahnt unser Stück zur Vorsicht bei der Deutung kleinerer Wedelbruchstücke bezüglich ihres Platzes am Wedel, und ausserdem bezüglich der specifischen Trennung von Stücken, wenn sie sich nur durch das Vorhandensein oder Fehlen von Gabeltheilungen unterscheiden. Ausführliches mit Abbildungen werde ich in "Ueber einige Carbonfarne. III. Theil" im Jahrbuch der königl. preuss. geologischen Landesanstalt und Bergakademie für 1891 (Berlin 1892) veröffentlichen.