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über Perna Taramellii G. Böhm aus den "Calcare griggi" Ober-Italiens

Dames

Kurzfassung

Bei Aufstellung der Art theilte G. Böhm mit, dass die linke Klappe fast platt, die rechte etwas gewölbt sei, und ferner, dass in der Universitätssammlung von Pavia ein durch gewölbte Seitenflächen unterschiedenes Exemplar einer Perna liege, welches dadurch äusserlich einem grossen Mytilus mirabilis sehr ähnlich sähe. - Die vorgelegte Reihe lässt nun erkennen, dass Perna Taramellii in der Wölbung der Klappen alle denkbaren Varietäten bildet. Von Stücken ausgehend, welche völlig oder nahezu gleichklappig sind, kann man eine Reihe verfolgen, wo die linke Klappe flach concav, die rechte wenig gewölbt ist, und dies steigert sich bis zu Exemplaren, wo die linke Klappe tief concav, die rechte, namentlich am Vorderrande, hoch gewölbt ist. Auf der anderen Seite schliesst sich an die gleichklappigen Stücke eine Reihe an, in welcher die Wölbung der Klappen gerade umgekehrt ausgebildet ist, also die linke Klappe gewölbt und die rechte concav, und auch dies in sehr verschieden hohem Grade. Von 25 untersuchten Stücken sind 4 völlig oder nahezu gleichklappig, 12 besitzen mehr oder minder gewölbte rechte und entsprechend concave linke Klappen, die übrigen 9 umgekehrt concave linke und gewölbte rechte Klappen. - Somit wird auch das in Pavia aufbewahrte Stück zu Perna Taramellii zu rechnen sein. Das wird auch dadurch wahrscheinlich, dass dessen Ligamentfeld, wie es 1. c., t. 18, f. 4 abgebildet ist, genau mit solchen übereinstimmt, welche einzelne der vorgelegten Stücke erkennen lassen. - Die auffallende Variabilität in der Wölbung der Klappen ist, soviel bekannt, noch bei keiner anderen Perna-Art beobachtet worden. Man würde, ohne grössere Reihen vor sich zu haben, vereinzelte Stücke von verschiedenen Fundorten unbedenklich als verschiedene Arten ansprechen.