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Der Granitstock des Elsässer Belchen in den Südvogesen.

Deecke, Wilhelm

Kurzfassung

In dem südlichsten Abschnitte der Vogesen, dessen bekannteste, wenngleich nicht höchste Erhebung der Elsässer Belchen oder Ballon d'Alsace ist, bildet ein grösseres Granitmassiv, der "Belchengranit", den Kern des Gebirges. Dies Massiv besitzt annähernd die Gestalt einer langgestreckten Ellipse mit West-Ost gerichteter längerer Axe und einer Oberflächenausdehnung von ungefähr 60 Kilometer. Rings um den Granit legt sich ein zusammenhängender Mantel von paläozoischen, meist wohl carbonischen Grauwacken mit sehr wechselndem Habitus. Nur im Nordwesten, in der Nähe des Moselthales treten auch ältere krystalline Gesteine, wie Gneisse und zweiglimmerige Granite (Granites des Vosges, Delesse), an das genannte Massiv hinan. Obwohl der Belchengranit seinen Namen nach dem Elsässer Belchen führt, liegt doch die Hauptentwicklung des Gesteines nicht am Kamme in der Nähe des erwähnten Berges, sondern westlich desselben auf dem südlothringischen Plateau. Als westlichsten Punkt dieses Granitvorkommens giebt E. De Billy auf seiner geologischen Karte des Departement des Vosges den Ort Le Plain de Coravillers (Dépt. de la Haute - Saône) im Thale des Breuschin an. Von dort erstreckt sich das Gestein in einem sich allmählich verbreiternden Bande gegen den Vogesenkamm, dicht vor demselben zwischen den Dörfern Ramonchamp und Servance seine grösste Ausdehnung in nord - südlicher Richtung erreichend. Weiter gegen Osten nimmt die Breite wieder ab. Der Granit überschreitet in bedeutend schmälerer Zone den Gebirgskamm und lässt sich auf deutschem Gebiete bis gegen Oberbruck im Dollerthale verfolgen, wo er unter Grauwackenbedeckung verschwindet.