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Ueber einige Versteinerungen des unteren Muschelkalks von Jena.

Wagner, Richard

Kurzfassung

1. Encrinus Wagneri Ben. a. Eine neu aufgefundene Kelchdecke. Zusammen mit dem von mir in dieser Zeitschrift, Jahrg. 1887, Bd. 39, p. 822-828 beschriebenen und p. 823, fig. I abgebildeten wichtigen Stück dieser Art, durch welches die Frage, ob Encrinus eine Kelchdecke besitzt, "endgültig in bejahendem Sinne beantwortet wurde", fand sich eine zweite Krone. Dieselbe ragte mit ihren unteren Theilen bis zum 1. oder 2. Armgliede aus einem grossen Steinkern der Myophoria laevigata hervor. Der Kelch war weggebrochen. Weiter oben lagen auf der äusseren Fläche des Steinkerns drei Armstücke, der oberen Armregion angehörig, das Uebrige innerhalb des Steinkerns. Beim Versuche, die Krone noch weiter freizulegen, bemerkte ich, dass der Steinkern im Innern theilweise hohl war, der Hohlraum nur erfüllt von den bis auf eine Umhüllung gelber Verwitterungserde vollständig frei liegenden ausgezeichnet erhaltenen Armen. An ein Herauspräpariren derselben war bei ihrer Zerbrechlichkeit nicht zu denken. Dafür entdeckte ich aber im Innern des von den Armen umschlossenen Hohlraums einen aufrechten Lappen, der einen Theil der Kelchdecke vermuthen liess. Um diesen beobachten zu können, musste ich die Wirbelgegend des Steinkerns absprengen. Dadurch ging zwar der Zusammenhang der Arme verloren, die mit ihren oberen Theilen in und auf dem Steinkern stecken blieben, allein ich erhielt den viel wichtigeren unteren Theil der Krone, wie ihn Figur 1, Tafel XLIX zeigt, der meine oben ausgesprochene Vermuthung, dass in dem Lappen ein beträchtlicher Theil der Kelchdecke vorliege, bestätigte.