Original paper

Ueber das Vorkommen von Actinocamax quadratus und Belemnitella mucronata.

Von Stbombeck, A.

Kurzfassung

Griepenkerl behauptet in seiner Abhandlung über die Versteinerungen der Senonen Kreide von Königslutter (Palaeontol. Abh. von Dames u. Kayser, Bd. 4, p. 312), dass Actinocamax quadratus und Belemnitella mucronata dort in gewissen Schichten zusammen vorkommen. Es widerstreitet dies meinen Beobachtungen (diese Zeitschr., Bd. 7, 1855), nach denen Act. quadratus ein tieferes Niveau einnimmt als Bel. mucronata. Ich gründete vorzüglich darauf die Grenze zwischen Unter- und Ober-Senon. was Anerkennung gefunden hat. Damit es indessen nicht den Anschein gewinnt, als sei ich mit den Anschauungen meines Heben, nunmehr verklärten Freundes einverstanden, die er erst in seinen letzten Lebensjahren, als ich mich überhäufter Dienstgeschäfte wegen mit Geognosie nicht befasste, angenommen hat, erlaube ich mir das Folgende zu bemerken. Griepenkerl folgert das gleichzeitige Auftreten der beiden Species aus verschiedenen Aufschlüssen bei Königslutter, nämlich aus der Mergelgrube von Göe bei Boimstorf und der von Schäfer auf dem Kleiberge bei Lauingen, ferner aus den beiden Eisenbahn-Einschnitten in Kessel zwischen der Haltestelle von Bornum und Lauingen und zwischen der Bahnwärterbude 12 und Königslutter und endlich aus einigen Bohrlöchern östlich von dem Königslutter'schen Bahnhofe. Ich habe kürzlich diese Stellen eingehend und wiederholt untersucht, jedoch Nichts gefunden, was meine älteren Wahrnehmungen ändern oder nur zweifelhaft machen könnte. Es ist indessen die Mergelgrube von Schäfer eingeebnet und sind die Böschungen der Eisenbahn-Einschnitte bewachsen, sodass daselbst Bezügliches nicht mehr zu erkennen steht. Es bleibt somit im Wesentlichen nur die Göe'sche Mergelgrube zur Erörterung der vorliegenden Frage übrig.