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Zur Geologie des Ostabhanges der argentinischen Cordillere.

Behrendsen, O.

Kurzfassung

II. Theil. Hierzu Tafel I - IV. Etwa 95 Kilometer südlich von der im ersten Theile dieser Arbeit besprochenen nördlichen Gruppe von Aufschlusspunkten (im Gebiete des Rio salado und des Rio Malargue) stiess Herr Dr. Bodenbender westlich des Rio Grande in der Nähe der Punta de los Huincanes auf eine Stelle, an welcher er lockere, fast tuffartige Kalke, feine Arragonitnadeln und winzige Körnchen eines schwarzen, nicht sicher erkennbaren Minerals (Augit?) enthaltend, anstehend fand. Diese Kalke führen Versteinerungen, doch weder in erheblicher Menge noch zahlreichen Arten angehörend; überdies ist ihr Erhaltungszustand ein sehr schlechter. Zwei Cardita-Arten. von denen die eine mit der bereits am Arroyo Pequenco (siehe p. 419 im Bd. 43 d. Zeitschrift) constatirten C. morganiana Rathb. identisch zu sein scheint, eine Venus-Art. sowie einige Cerithien gestatten die Vermuthung, dass die eben erwähnten Schichten von los Huincanes dem Tertiär zuzurechnen seien und wir es hier wahrscheinlich mit demselben Niveau (Paleocän?) zu thun haben wie am Arroyo Pequenco. Eine zweite Gruppe von nur drei Fundpunkten (mittlere Gruppe. l. c., p. 370) liegt südwestlich von Chusmalal zwischen Rio Neuquen und Rio Agrio (Macaleubu), zwischen 37° 30' südlicher Breite und dem 40. Parallelkreis. Von dem südwestlichsten dieser drei Aufschlüsse, der am Cerro Poanco, zwischen den Quellen des Cucurmalal (in den Rio Agrio dort einmündend, wo dieser nach Süden umbiegt) und des Arroyo Manzanas (nordöstlich dem Rio Neuquen zuströmend) gelegen ist, stammt nur ein einziges Gesteinsstück, ein tuffartiger grauer Kalk, der einigermassen an das Gestein der Pecten alatus führenden Kalke vom Portezuelo ancho (l. c. p. 371) erinnert.