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Die Bildung von Kohlenflötzen.

Ochsenius, Carl

Kurzfassung

J Roth sagt in seiner chemischen Geologie II, p. 651: "Die Braunkohlen entstanden entweder aus Theilen von Pflanzen, die an Ort und Stelle gewachsen waren, oder aus zusammengeschwemmten Hölzern und vegetabilischem Detritus, und zwar bald in süssem Wasser (Sümpfen, Binnenseen), bald in brackischem und salzigem Wasser (in Aestuarien oder an der Küste)" und ebenda, S. 63 über die Steinkohlen: "Die Frage, ob die Kohlenablagerungen aus den an Ort und Stelle gewachsenen Pflanzen oder durch Anschwemmung entstanden, scheint sich dahin zu lösen, dass die letztere Theorie für die allermeisten Fälle in Betracht kommt. In Süsswasserbecken, in Niederungen oder seichten Buchten nahe der Meeresküste häufte das Fluss- oder Regenwasser die z. T. schon vermoderten Pflanzenreste der Sumpf- oder Marschvegetation an; bald brachte sie es rein, bald gemengt mit Bestandteilen des Bodens, bald brachte es nur diese, so dass reine Kohlenflötze, erdige Flötze und bituminöse Schieferthone, die thonigen und sandigen Zwischenmittel der Flötze in Wechsellagerung entstanden... Dass das Meer Einbrüche machte in die Kohlenfelder, sieht man aus den Schichten mit marinen Fossilien, welche sowohl an der Basis, als auch an dieser und in der Mitte stellenweise vorkommen." An eine Bildung von Kohlenflötzen in Meer- oder Brackwasser kann ich zwar nicht so recht glauben, erkenne aber die allgemeine Richtigkeit des Vorstehenden an, wenngleich eine befriedigende Erklärung über das verschiedene Verhalten des Flusswassers - ich habe mir erlaubt, die betr. Stellen sperren zu lassen - noch aussteht. Eine solche gebe ich im Verlaufe des Folgenden.