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Ueber den Serpulit (Oberen Purbeck) von Linden bei Hannover.

Struckmakn, C.

Kurzfassung

Im 28. Bande (Jahrgang 1876) dieser Zeitschrift S. 445 ff. habe ich bereits eine kurze Mittheilung über den Serpulit von Linden gemacht, der damals an der südlichen Ecke der Falken- und Deisterstrasse auf dem Knust'schen Grundstücke bei dem Ausheben der Fundamente und des Kellers für das jetzige Postgebäude kurze Zeit aufgeschlossen war. Es wurden damals folgende, von Nord nach Süd streichende und mit einem Winkel von 7 - 8° nach Osten einfallende Schichten beobachtet und zwar von unten nach oben: 1. 0,75 m fein-oolithische oder dichte, 5-10 cm starke Kalksteinplatten mit zahllosen kalkigen Röhren der Serpula coacervata und ausserdem mit Corbula inflexa, Corbula sulcosa A. Roem. und Cyclas Brongniarti Dunker u. Koch. 2. 0,25 m grob-oolithischer und conglomeratartiger gelblicher Kalkstein mit Serpula coacervata, Mytilus membranaceus Dkr., Cyrena Mantelli Dkr. und Cyrena subtransversa A. Roem. 3. 1,50 m theils grobkörnig-oolithische, theils dichte 10 bis 15 cm starke Kalksteinbänke mit thonigen und mergeligen Zwischenlagen, in welchen überall die Serpula coacervata massenhaft, minder häufig Corbula inflexa und Corbula sulcosa A. Roem. gefunden wurden. Zu oberst unter Schutt und Humus folgte dann noch in einer Mächtigkeit von 0,75 m ein zäher, röthlich-gelber Thon ohne Versteinerungen, von welchem es zweifelhaft blieb, welcher Formation derselbe hinzuzurechnen sei. Im Sommer 1890 bot sich mir eine unerwartet schöne Gelegenheit, auch die unmittelbar folgenden höheren Schichten des Oberen Purbecks (Serpulits) in demselben Theile der Stadt Linden zu beobachten [...]