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Abnormer Kelchbau bei Encrinus gracilis.

Eck

Kurzfassung

Unter einer Anzahl dem Verfasser vorliegender Kronen des Encrinus gracilis (Dadocrinus Kunischi W. u. SPR.) aus den Chorzower Schichten von Gogolin in Oberschlesien zeichnet sich eine, deren Kelchhöhe vom Stengel bis zur Spitze des axillaren Radiale etwa 5,5 mm betragen mag, durch abnormen Kelchbau aus. Bei einem Täfelchen des oberen Basalkreises convergiren die oberen Seiten unter einem viel spitzeren Winkel als gewöhnlich und werden den vorliegenden tieferen Seiten parallel; der Winkel, in welchem jene zusammenstossen würden, ist durch eine kurze horizontale Linie abgestumpft, so dass das Täfelchen sechsseitigen Umriss zeigt. Die Radialstücke erster Ordnung der beiden anstossenden Radien werden daher auf den einander zugewendeten Seiten unten durch steiler aufsteigende Kanten begrenzt als auf den von einander abgewendeten und sind daher durch eine in der Radialrichtung gezogene Mittellinie nicht symmetrisch theilbar; vielmehr zeigen die seitlichen Kanten derselben, statt gleich zu sein, Längen von 3/4 bez. 1 1/4 mm. Sie stossen nicht unmittelbar an einander; zwischen sie schaltet sich ein interradial gelegenes, unregelmässig sechsseitiges Täfelchen ein, welches mit seiner unteren Seite auf der oberen horizontalen Begrenzangslinie des erwähnten äusseren Basaltäfelchens, mit 2 weiteren Seiten rechts und links an die ersten Radialia der anstossenden Radien, mit einer 3. (linken) an das 2. Radiale des linken Radius sich anlegt und oben auf der linken Seite durch eine kurze, schräg aufwärts gerichtete Kante, auf der rechten durch eine längere, von der Grenze zwischen dem 1. und 2. Radiale des rechten Radius schräg aufwärts nach links verlaufende Kante begrenzt wird.