Original paper

Ueber fossile Kalkalgen.

Rothpletz, August

Kurzfassung

Im letzten Heft des 43. Bandes dieser Zeitschrift steht eine briefliche Mitteilung vom 26. December 1891, in welcher J. FRÜH sich gegenüber einigen Bemerkungen in meiner Arbeit "Ueber fossile Kalkalgen aus den Familien der Codiaceen und der Corallineen" zu rechtfertigen, zugleich aber auch mir botanische Irrthümer nachzuweisen sucht. Die Art, wie Früh dies versucht, ist sehr bezeichnend. Er schreibt: "Ich habe mich auf die für alle Zeiten grundlegenden Studien von Rosanoff gehalten, die Rothpletz nirgends erwähnt." Der Sinn dieses Satzes kann nur der sein, dass ich die Arbeit Rosanoff's nicht gekannt habe. Erwähnt habe ich dieselbe allerdings nicht, weil dazu keine Veranlassung war; dass ich sie aber gekannt und besser als Früh gekannt habe, das ergiebt sich aus dessen Bemerkungen über die Tetrasporen, die ich mit den von ihm "klar beschriebenen Tetrasporangien" verwechselt haben soll. Früh weiss ofenbar nicht, dass das, was Rosanoff und Solms-Laubach als Tetraspore bezeichnet hat, von anderen Botanikern Tetrasporangium oder kurzweg Sporangium genannt wird. Man lese bei Rosanoff (Mélobésiées p. 49): "Chaque tétraspore est le produit de la transformation d'une cellule frondale. ... La division de la cellule-mère en quatre nouvelles cellules s'effectue d'une manière lente. ... La cloison est d'abord anulaire; puis, le trou central diminuant peu-à-peu, eile devient à la fin continue. Les spores isolées sout rondes. ... La membrane des tetraspores se dissout peu-à-peu dans l'eau de mer, et de cette manière les spores deviennent libres." p. 55: "Les spores, provenant des tétraspores sont rondes." Bei Solms-Laubach (Die Corallinenalgen) p. 35: "während nun im Inneren die Tetrasporen ihre Theilungen ausführen."