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Ueber obersilurische, aus dem Ringsjö-Gebiet herzuleitende Geschiebe.

Steusloff, A.

Kurzfassung

Die grosse Unsicherheit in der Bestimmung des Ursprungsgebietes unserer obersilurischen Diluvialgeschiebe, besonders der Beyrichien-Kalke, hat ihren Grund vornehmlich in der ungenügenden Kenntniss der anstehenden Vorkommnisse. An der Hand einer kleinen Probe des rothen Kalkes von Ramsåsa, die ich der Freundlichkeit des Herrn Professor Lundgren verdanke, konnte ich nicht nur das von Herrn Dr. Krause besprochene Geschiebe, sondern neuerdings noch ein anderes, wiederholt erwähntes Handstück der Boll'schen Sammlung und mit diesem einige andere Funde mit Sicherheit auf ein bestimmtes Gebiet, auf die Gegend des Ringsjö in Schonen, zurückführen. Boll's Geschiebe leberbraunen Kalkes, in dem die Originale seiner Beyrichia cincta und B. Klödeni liegen, enthält nach der von ihm selber geschriebenen Etikette: Phacops granulosus Ang. oder - Downingiae Murch.?, Beyrichia cincta Boll, Beyrichia Klödeni Jon., - Maccoyana, - Wilkensiana? Bellerophon trilobatus Sow., Cucullaea ovata Sow., - Cawdori Murch. Ausserdem liegen in dem Gestein - von Boll nicht erwähnt - zahlreiche Exemplare von Hyolithus erraticus Koken, ein kleines undeutliches Exemplar von Beyrichia Steusloffi Krause und viele andere kleine Ostrakoden. Ein Vergleich dieser Liste mit den Einschlüssen der kleinen Gesteinsprobe von Ramsåsa ergiebt fast völlige Uebereinstimmung beider: dieselben Cuculläen Bellerophon trilobatus, Hyolithus erraticus, Beyrichien - schlecht erhalten - und dieselben Primitien liegen in dem Gestein.