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aus dem Culm von Conradsthal fossile Pflanzenreste mit erhaltener innerer Structur.

Dathe, Ernst

Kurzfassung

Die ersten fossilen Pflanzenreste mit innerer Structur aus dem Culm wurden bekanntlich von H. Göppert von Glätzisch-Falkenberg 1838 zuerst, erkannt und später 1841 und 1882 ausführlich beschrieben. (Die Gattungen der fossilen Pflanzen, 1841, und fossile Flora des Uebergangsgebirges, Nov. Acta, Leop. Car., Vol. 22, Suppl., 1852). - Andere Fundorte für ähnlich beschaffene Culmpflanzen sind: Burntisland bei Edinburgh. Enost bei Autun und Dracy St. Loup im Roannais. Erstere sind von Williamson beschrieben, an letzteren beiden Localitäten hat Renault Pflanzenreste mit innerer Structur aufgefunden. Aus dem Culm von Glätzisch-Falkenberg hat neuerdings Herr Professor H. Graf zu Solms-Laubach in Strassburg i. Eis. (Botan. Zeitung, 1892, No. 47) die Göppert'schen Originale des Breslauer Museums nachuntersucht und einige selbst zusammengebrachte Aufsammlungen von Glätzisch-Falkenberg studirt und beschrieben. - Dieser Fundort liegt in meinem Aufnahme-Gebiete in Schlesien. Bei der vor Jahren vorgenommenen Kartirung des Culms von Falkenberg-Hausdorf habe ich gleichfalls einige Stücke verkalkte Stammstücke gesammelt, die ich seiner Zeit meinem Collegen Herrn Prof. E. Weiss übergeben habe. Insoweit habe ich damals schon Interesse für diese überaus seitenen und werthvollen Pflanzenreste bekundet. Das Gegentheil, das man vielleicht aus einer Bemerkung des Herrn Prof. Grafen V. Solms-Laubach herauslesen könnte (p. 3), trifft nicht zu, denn als Schüler von Aug. Schenk habe ich mich während meiner Studienzeit mit fossilen Pflanzen und ihrer inneren Structur ziemlich eingehend beschäftigt. Das Interesse, sowie einiges Verständniss für dieselben hat sich bei mir noch, bis jetzt erhalten, obwohl ich als Geologe jetzt ein anderes Arbeitsfeld gefunden habe.