Original paper

über Zähne und Kiefer von Onychodus sigmoides Newb. aus dein Devon Nordamerikas

Jaekel, Otto

Kurzfassung

vor, und zeigte an der Hand eines Exemplares der palaeontologischen Sammlung des Museums für Naturkunde, dass dieselbe Art auch in dem Mitteldevon der Eifel vorkommt. Schon A. Smith Woodward hatte solche Zähne, welche sich im Mus. of comp. Anat. in Cambridge, Mass. befinden, mit oben genannter Art verglichen. Das Berliner Exemplar bestätigt die Identität beider vollkommen. Es ist ein schlanker, doppelt gekrümmter Zahn von 4,1 cm Länge, der an seiner Basis kurze Einkerbungen zeigt. Er gehörte unzweifelhaft der senkrecht nach aussen gerichteten, intermandibularen Zahnreihe an, welche die Gattung Onychodus in so auffellender Weise auszeichnet. Newberry und Smith Woodward haben dieselben den Crossopterygiern als besondere Familie unterstellt und Letzterer hat sie in seinem Catalog (Part. I) den Osteolepiden angereiht. Auf Grund des mikroskopischen Befundes fein ich mehr geneigt, sie an die Rhizodonten anzuschliessen, mit denen sie im Bau der Dentinröhrchen und der Structur des Schmelzes am besten übereinstimmen. In geologischer Ansicht ist als bemerkenswerth zu verzeichnen, dass mit obigem Funde die Fauna des seinem Alter nach viel umstritten Corniferous limestone um eine unzweifelhaft mitteldevonische Art bereichert wird, und dass die Annahme, dass das Mitteldevon des östlichen Nordamerika mit Europa keine Verbindung mehr besass, weiterer Prüfung bedarf.