Original paper

über Pseudoorganismen, besonders über Dictyodoro und Crossopodia,

Rauff, Hermann

Kurzfassung

und versuchte durch Erläuterung mikroskopischer Präparate, deren er eine grössere Sammlung ausgestellt hatte, und durch Zeichnungen nachzuweisen, dass die genannten Gebilde keine Organismenreste sind, sondern lediglich Druckwirkungen ihre Entstehung verdanken. Dieser Anschauung steht schroff gegenüber der Inhalt einer neuen Arbeit über denselben Gegenstand von E. Zimmermann: "Dictyodora Liebeana Weiss und ihre Beziehungen zu Vexillum Rouault, Palaeochorda marina Geinitz und Crossopodia Henrici Geinitz. Sonderabzug aus dem 32.bis 35. Jahresbericht der Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften in Gera, 1892. Herr Zimmermanm behauptet darin auf das bestimmteste, dass es sich um nichts anderes, als um Organismen handeln könne. Welcher Art diese gewesen wären, ob Thiere, ob Pflanzen, vermag er allerdings nicht anzugeben. geschweige denn was für Thiere, oder was für Pflanzen. Einige der wichtigsten, zumeist mikroskopischen Beobachtungen, die den Vortragenden zu seiner Ueberzeugung geführt haben, sind folgende: 1. Die Dictyodora-Spreite ist von dem einschliessenden Gesteine (Dachschiefer) petrographisch in keiner Weise, structurell ein wenig verschieden, indem die kleinen Gesteinselemente darin eine etwas andere Stellung einnehmen, als in der Umhüllung. Namentlich die Glimmerblättchen sind nicht in der allgemeinen Schieferungsebene liegen geblieben, sondern mehr oder weniger steil dagegen gestellt. Daher kommt es, dass auf allen Bruch- und Schichtflächen die Dictyodora-Spreite sich durch einen abweichenden Glanz von dem übrigen Schiefer abhebt.