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Protospongia rhenana.

Schlüter, Clemens

Kurzfassung

Von meiner letzten Wanderung im Hunsrück habe ich aus den "Hunsrückschiefern" ein bemerkenswerthes Fossil mitgebracht, welches beim ersten Anblick an die bekante Protospongia fenesfrafa Salter des tiefsten Unter-Silur erinnerte, die ich selbst schon im Jahre 1869 in den schwarzen Alaunschiefern bei Andrarum im südlichen Schweden gesammelt hatte. Die Spongie ist nicht vollständig erhalten, gleichwohl aber, so weit bekannt, das grösste Bruchstück unter den zu der genannten Gattung gehörigen Exemplaren, welche bisher gefunden wurden. Das Fragment hat eine Länge oder Höhe von ca. 250 mm und eine Breite von über 100 mm. Die Spongie liegt auf einer Schieferplatte und zwar so, dass die Breite zur Linken von der Bruchfläche der Platte begrenzt wird, wahrend sie zur Rechten unter überlagerndem Schiefer verschwindet. Das Skelet der; Spongie erscheint als ein Netzwerk nicht völlig gerader, vielmehr leicht gebogener Linien, welche sich unter Winkeln von 64° bis 74° schneiden und Vierecke von ca. 6-7,5 mm Seite bilden, deren gegenüberliegende Winkel gleich sind und die angegebene Grösse haben. Die Rhomben sind nicht alle von völlig gleicher Grösse. Durch Verrücken der sich kreuzenden Fäden von nebeneinander liegenden Maschen sind manchmal die einen etwas grösser, die anderen etwas kleiner. Diese bezeichneten grossen Maschen erster Ordnung werden noch jetzt an einzelnen Stellen des Skelets je durch ein dündiese Maschen zweiter Ordnung wiederum von noch kleineren und zarteren Maschen ausgefüllt sind. Ihre Zahl kann leider nicht mit hinreichender Sicherheit angegeben werden, aber ihre geringe Grösse macht es wahrscheinlich, dass im Ganzen nicht nur drei, sondern sogar vier Ordnungen von Maschen vorhanden sind.