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Ueber die Gliederung der pliocänen und pleistocänen Ablagerungen im Elsass.

Schumacher E.

Kurzfassung

Die im Anschluss an die letzte allgemeine Versammlung der Deutschen geologischen Gesellschaft in Strassburg geplanten Ausflüge konnten den Theilnehmern keine Gelegenheit bieten, die diluvialen und diesen nahe stehenden Ablagerungen des elsässischen Gebietes in Augenschein zu nehmen. Dieser sowie der weitere Umstand, dass sich das den neueren Anschauungen über diese Bildungen zu Grunde liegende Thatsachen-Material in einer Reihe grösserer Arbeiten und kleinerer Mittheilungen zerstreut findet. Hessen es mir nicht unangemessen erscheinen, auf jener Versammlung die wichtigsten stratigraphischen Verhältnisse der früher gemeinhin als "Diluvium" zusammengefassten losen Ablagerungen des Elsass in gedrängter Uebersicht zu besprechen. Es geschah dies am zweiten Sitzungstage (11. Aug. 1892), im Anschluss an einen über die gegenseitigen Beziehungen und die Deutung der verschiedenen pleistocänen Bildungen im Rheinthal gehaltenen Vortrag des Herrn Steinmann, mit dessen Anschauungen meine eigenen in vielen Punkten wesentlich übereinstimmen, während ich hinsichtlich einiger anderer Punkte zu etwas abweichenden Auffassungen gelangt war. Der im dritten Hefte dieses Jahrganges der Zeitschrift enthaltene Sitzungsbericht (vergl. pag. 547) erwähnt meine Darlegungen nur kurz, so dass deren Inhalt wenig ersichtlich ist. Manchem für diluviale Fragen sich interessirenden Fachgenossen könnte aber doch vielleicht eine vollständigere Wiedergabe jener Auseinandersetzungen, zur Erleichterung des Ueberblicks über den damaligen Stand der Diluvialforschung im Elsass, erwünscht sein. In dieser Voraussetzung erlaube ich mir, Ihnen den nachfolgenden Aufsatz als briefliche Mittheilung einzusenden. Er giebt im Wesentlichen den Inhalt des gedachten Vertrages wieder.