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Ueber Geröll-Thonschiefer glacialen Ursprungs im Kulm des Frankenwaldes.

Kalkowsky, Ernst

Kurzfassung

In seiner geognostischen Beschreibung des Fichtelgebirges erwähnt C. W. Von Gümbel mehrfach das Vorkommen von Conglomeraten im Kulm, die aber in dessen oberer Abtheilung im Frankenwalde doch nur spärlich vorhanden sind. Diese Gesteine sind in dem bewaldeten und coupirten Gebiete auf der Grenze zwischen Thüringer, Wald und Frankenwald recht schwierig zu verfolgen, und ihre wahre Beschaffenheit wird meist durch die Verwitterungserscheinungen verhüllt. Aufschlüsse in ganz frischem, uuverwittertem Gestein wurden durch den Bau der Bahnlinie Eichicht - Probstzella - Stockheim im Jahre 1886 geschaffen und zwar nördlich und südlich von der Bastelsmühle im Haslach-Thale, 2,5 km südlich von der auf der Passhöhe gelegenen Station Steinbach am Wald. Als ich diese Eisenbahnstrecke vor nunmehr 6 Jahren zum ersten Male befuhr, fielen mir diese "Conglomerate" durch ihren ganz besonderen Habitus auf; ich habe in der Folge diese fränkischen Gebiete des Kulms wie diejenigen in Ost-Thüringen vielfach durchstreift, die Conglomerate aber im Besonderen überall aufgesucht auf vier mehrtägigen Excursionen in verschiedenen Jahren. Und wenn ich überdies an den erwähnten Aufschlüssen mehr wie ein Dutzend Mal langsam auf der Bahn vorbei gefahren bin, so hat sich immer der gleich beim ersten Anblick gewonnene Eindruck, dass es mit diesen Gesteinen seine besondere Bewandtniss habe, nur noch verstärkt. Nach langem Zögern und reiflichster Ueberlegung entschliesse ich mich, hier meine Ansicht über die Bedeutung dieser Gesteine mit zutheilen.