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Vorläufige Nachricht über fossile Säugethierknochen von Ulloma, Bolivia.

Philippi, R. A.

Kurzfassung

Der norwegische Bergwerks-Ingenieur Herr Lorenz Sundt, der längere Zeit die berühmten Kupferbergwerke von Corocoro in Bolivien geleitet, hat das Glück gehabt, neun Leguas südlich von diesem Ort bei Ulloma in der enormen Höhe von 3800 Meter fossile Säugethierknochen zu finden, die er die Güte gehabt hat unserem Museum zu schenken. Sie steckten in den Uferabhängen des Rio Desaguadero, welcher das Wasser des Titicaca-Sees in den Huallagas-See abführt, wo es seine endliche Ruhe findet und verdunstet. Leider waren viele derselben auf dem Maulthier-Transport von Corocoro nach dem Hafen zerbrochen, doch ist es der Geschicklichkeit unseres Präparators, des Herrn Friedrich Albert, gelungen, die meisten der Bruchstücke zusammen zu finden und zu fügen, und da ich kürzlich in den Besitz des Werkes von Ameghino gekommen bin, so bin ich im Stande anzugeben, welchen Thieren sie angehört haben. Ueber die Lagerstätte der Knochen sage ich nichts, da Herr Sundt, als er mich auf seiner Reise nach der Heimath hier besuchte, die Absicht aussprach, über das Geologische des von ihm untersuchten Theiles von Bolivien in Deutschland zu berichten. (Für das spanisch sprechende Südamerika hat er es in den Boletin de la Sociedad nacional [chilena] de Mineria, No. 44 u. 45, 1892 gethan.) Auch werde ich mich begnügen, nur die hauptsächlichsten Knochen zu erwähnen, welche mich in den Stand gesetzt haben, die Thiere zu bestimmen, denen sie angehört haben.