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Verlauf und die Art der s.Z. als die südliche grosse baltische Endmoräne bezeichneten Geschiebepackungen

Berendt, G.

Kurzfassung

Nach einer Schilderung der verschiedenen, noch jetzt als Seenketten, Wasserläufe oder Wiesenschlängen erhaltenen Schmelzwasserabflüsse, welche theils als breite Flüsse durch, mehr oder weniger grosse Gletscherthore bildende Unterbrechungen des Endmoränenkammes, theils als Wasserfälle von der Höhe, oder als Gletscherbäche vom Fusse desselben sich ergossen, fährt der Vortragende fort: Als ich im Jahre 1880 im Anschluss an den Geologentag in Berlin die Ehre hatte, einen grossen Theil der Mitglieder unserer Gesellschaft zum ersten Male auf die Höhe der Endmoräne bei Liepe und Oderberg zu führen, da begegnete meine hohe Meinung von der grossen Bedeutung der Endmoräne für das Gesammtbild der nordeuropäischen Vereisung noch vielfach ungläubigen Mienen. Nicht viel besser war es, als ich im Jahre 1886 nach einer gemeinschaftlichen Bereisung und Altersfeststellung mit dem Collegen Wahnschaffe einen Theil des heute hier zu übersehenden Gebietes in seiner Specialaufnahme vorlegen und auf die selten schön ausgeprägten Formen der breiten flachen Stauseen hinter und der schmalen tiefen Abflussseen vor dem Kamme der Endmoräne aufmerksam machen konnte. Erst als noch einige Jahre später der College Keilhack ähnliche grossartige Erscheinungen auch aus der Bublitzer Gegend nördlich Neu-Stettin in den Specialaufnahmen vorlegen und durch Hinterpommern hin nachweisen konnte, begann die Aufmerksamkeit reger zu werden. Jetzt endlich mit diesem Jahre ist zu meiner grossen Freude das Interesse und das Verständniss für die Bedeutung unserer Endmoränenzüge, und insbesondere der südlichen oder grossen baltischen Endmoräne ein lebendiges und allgemeines geworden, so dass gegenwärtig der College Gottsche damit beschäftigt ist, dieser grossartigsten Marke der Vereisung von der Grenze Jütlands an bis nach Mecklenburg hinein zu folgen.