Original paper

über die Auffindung von "älterem Sandlöss" und älterem Löss in dem bekannten Diluvialprofil bei Hangenbieten unweit Strassburg.

Von Werveke, Leopold

Kurzfassung

Chelius war der erste, welcher auf älteren Sandlöss im Hessischen aufmerksam machte, und Steinmann beobachtete solchen neuerdings (1. c., p. 749-750) im badischen Oberlande. Im Elsass war diese Bildung bisher nicht sicher erkannt worden. Andreæ, welcher das Diluvialprofil von Hangenbieten - der Aufschluss liegt etwas unterhalb des Dorfes - eingehend bearbeitet hat, unterscheidet drei Gruppen von Ablagerungen: I. Gruppe (postglacial) = Löss der oberen Terrasse oder typischer Löss mit Landschneckenfauna. II. Gruppe (glacial) = 1. Sandlöss oder Löss mit Süsswasser-Conchylien, 2. Rother, regenerirter Vogesensand mit lössartigen Mergeleinlagerungen. III. Gruppe (interglacial) = Aeltere Diluvialmergel, die als Einlagerungen den Diluvialsand enthalten. Die Gruppe I sieht Andreæ als oberstes Diluvium an (1. c. p. 24). Den oberen Theil der Gruppe II, den Sandlöss, hält er für gleichalterig mit dem Sandlöss der Schiltigheimer Terrasse (1. c., p. 25), den unteren Theil, den regenerirten Vogesensand, vergleicht er mit den Sanden der Lingolsheimer Terrasse (1. c., p. 27-28). Die Gruppe III, die grauen Sande und Mergel, werden dem Unter-Diluvium zugerechnet und den Mosbacher und Maurer Sanden gleichgestellt (1. c., p. 30-35). Wie Andreæ so vergleicht auch Schumacher den Sandlöss von Hangenbieten mit dem der Schiltigheimer Terrasse und den rothen Sand von Hangenbieteu mit den Breuschsanden von Lingolsheim (ebenda p. 98-99). In einer späteren Arbeit lässt Schumacher die Möglichkeit offen, "dass der Sandlöss - Vogesensandcomplex des Hangenbietener Profils - etwas älter ist als der Sandlöss von Schiltigheim-Lingolsheim und dass die groben Breuschkiese der Breuschniederung und der Lingolsheimer Terrasse vielleicht ihre Stellung zwischen diesen beiden Sandlössmassen haben."