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Der Kohlenkalk in der Umgebung von Aachen.

Dantz, Carl

Kurzfassung

I. Einleitung und Uebersicht der allgemeinen geologischen Verhältnisse. Die Umgebung Aachens wird in Hinsicht auf ihre geologischen Verhältnisse, wie Von Decken (1. c., p. 57) hervorhebt, durch drei Factoren im Allgemeinen charakterisirt: 1. Es fehlen jegliche vulkanische Gesteine. 2. Die älteren Schichten, vom Cambrium his zum Carbon eingeschlossen, finden sich vielfach gestört und meist steil aufgerichtet. 3. Die jüngeren Schichten von der (senonen) Kreide bis zum Diluvium sind wenig gestört und überdecken ganz flach jene älteren Formationen im Westen und Nordosten von Aachen. Die V. Decken'sche Karte, welche mit der berg- und hüttenmännischen Excursionskarte von Holzapfel und Siedamgrotzki der vorliegenden Arbeit als wesentliche Grundlage diente, lässt nordwestlich von dem Cambrium, welches am Nordwestabhang des hohen Venn sich von der belgischen Grenze bis in die Gegend von Langerwehe hinzieht, die Schichten des Devons und Carbons in schmalen Streifen mit der allgemeinen Streichungsrichtung SW-NO erkennen. Die Streifen des Gedinnien, der Coblenzschichten, der Vichter Schichten und des Stringocephalen-Kalkes treten nur einmal auf mit fast senkrechtem, nach N-W gerichtetem Einfallen. Das Oberdevon, der einheitlich gezeichnete Kohlenkalk und- das productive Carbon hingegen finden sich in mehreren Streifen, immer mit dem allgemeinen Streichen SW-NO und meist mit südöstlichem Einfallen. Es liegt also wiederholte Sattel- und Muldenbildung vor, und da, wo das südöstliche Einfallen beständig ist, treten Ueberkippungen und Ueberschiebungen auf, letztere wie die Sättel und Mulden mit dem Streichen SW-NO.