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Die Stegocephalen und Saurier aus dem Rothliegenden des Plauen'schen Grundes bei Dresden.

Credner, Hermann

Kurzfassung

Zehnter Theil. Sclerocephalus labyrinthicus H. B. Geinitz species; H. Credner emend. Historisches und Einleitendes. 1861 beschreibt H. B. Geinitz in seiner Dyas, p. 3, t. 9, f. 2 a-d aus dem Kalkstein von Niederhässlich ein damals von ihm als Zahn eines labyrinthodonten Sauriers aufgefasstes Knochenfragment unter dem Namen Onchiodon labyrinthicus. 1882 geben H. B. Geinitz und J. V. Deichmüller in ihren Nachträgen zur Dyas, II, p. 16, t. 2 und 3 die Beschreibung und Abbildung der Fragmente zweier Schädel, mehrerer Wirbel und einiger isolirter Extremitätenknochen eines grossen Stegocephalen ans dem Kalksteinflötz von Niederhässlich als Zygosaurus, erkennen den 1861 von Geinitz Onchiodon labyrinthicus benannten Rest als zugehöriges Unterschenkel-Fragment und übertragen deshalb den eingeführten Speciesnamen labyrinthicus auf ihren "Zygosaurus". 1888 spricht K. Von Zittel in seinem Handbuche der Palaeontologie, III, 2, p. 392 die Vermuthung aus, dass Zygosaurus (Onchiodon) labyrinthicus Gein. der Gattung Sclerocephalus angehören möge. 1889 führt L. Von Ammon in seiner Abhandlung "Die permischen Amphibien der Rheinpfalz", München 1889 (aber erst 1891 erschienen), p. 34 die von Geinitz für den sächsischen Stegocephalen angewandten Gattungsnamen Onchiodon (= Zygosaurus) unter den Synonymen von Sclerocephalus Goldf. auf. 1891 stellt H. Credner in seiner Abhandlung: Die Urvierfüssler (Eotetrapoda) des sächsischen Rothliegenden, Berlin 1891, auf Grund seiner in dem nachstehenden Aufsatze niedergelegten Beobachtungen und auf dem Wege des Vergleiches mit ihm von L. V. Ammon gefälligst zur Einsicht überlassenen Abzügen der Tafeln dessen oben citirten, damals noch nicht erschienenen Werkes, die Zugehörigkeit von Zygosaurus labyrinthicus Gein. zu dem Geschlechte Sclerocephalus fest und giebt kurze Diagnosen bis dahin noch nicht bekannter Einzelheiten des Skeletbaues von Sclerocephalus.