Original paper

über die Zugehörigkeit von Halonia zu Lepidophloios.

Potonié, Henry

Kurzfassung

Ueber diesen Gegenstand habe ich mich ausführlich in den Berichten der Deutschen botan. Gesellsch. geäussert und dort ein durch gut erhaltene Blattfüsse und Blattnarben als Lepidophloios laricinus Sternberg zweifellos bestimmbares Stück bekannt gegeben, das Halonia-Wülste trägt. Ich komme dort zu dem Resultat: "Halonia ist synonym mit denjenigen Zweigstücken, von zunächst Lepidophloios laricinus, welche mit den Wülsten besetzt sind, die je eine abgefallene endständige Blüthe getragen haben, und zwar handelt es sich in denjenigen Fällen um die echte Lindley und Hutton'sche Gattung Halonia, wenn an den Resten die epidermale Oberfläche schlecht erhalten oder diese und auch Rindentheile oder die Blattpolster nicht erhalten sind, kurz wenn eine definitive Bestimmung der Reste auf Grund der Blattpolster unmöglich ist." Es sei Folgendes nachgetragen. W. C. Williamson deutet die Halonia-Wülste anders, als ich das thun musste. Er bleibt bei seiner früheren Ansicht, dass nämlich die Halonia-Wülste nicht auf der ursprünglichen Aussenfläche der Halonien in die Erscheinung getreten, sondern dass sie Fortsetzungen einer Innenrinde sind, überall dort, wo aussen Blüthen sassen. Die Zwischenräume, die Thäler, zwischen den Wülsten sollen nach ihm ursprünglich vollkommen von der vermeintlich verloren gegangenen Aussenrinde erfüllt gewesen sein, so dass also die die Blüthen tragenden Zweige eine höckerlose Aussenfläche gehabt hätten, in der sich die die Epidermis unterbrechenden Blüthen - Ansatzstellen, ähnlich wie die Ulodendron-Schüsseln der Lepidodendren, nur nicht so auffallend und gross bemerkbar machten.