Original paper

Untersuchungen über fossile Hölzer.

Felix, Johann

Kurzfassung

IV. Stück. Hölzer aus dem Kaukasus. 1. Das geologische Vorkommen und der Erhaltungszustand der Hölzer. Die Hölzer, welche in folgender Abhandlung beschrieben werden sollen, sind von Herrn Professor Hjalmar Sjögren auf seinen geologischen Forschungs-Reisen in der Halbinsel Apscheron in den Jahren 1885 und 1889 gesammelt worden. Sie stammen aus einer Schichtengruppe, welche von Sjögren als "Sumgait-Series" bezeichnet wurde und wahrscheinlich von eocänem Alter ist. Vergleicht man die von Sjögren seiner Arbeit beigegebene Karte der genannten Halbinsel, so sieht man, dass diese Bildungen, welche in jener Gegend die ältesten sind, nur in dem westlichsten Theile von Apscheron auftreten und dort im Thale des Sumgait-Flusses entwickelt sind. Geht man von Arbat aus das Flussthal höher hinauf, so trifft man auf zahlreiche zerstreute Kibitken, welche unter dem Namen Perekeschkul zusammengefasst werden. Bei der westlichsten von diesen Kibitken, welche in einem kleinen Thale liegt, das sich von Norden her mit dem Hauptthal vereinigt, treten die Lager mit verkieselten Hölzern und Wirbelthier-Resten auf, welche zuerst von Sjögren im Jahre 1885 entdeckt wurden. Das die genannten Fossilien umhüllende Gestein ist ein Schieferthon. Die Wirbelthier-Reste bestehen aus Cetaceenknochen und losen Haifischzähnen. Die ersteren sind von LYDEKKER, soweit sie generisch bestimmbar waren, als Zeuglodon caucasieus nov. sp. und Iniopsis caucasica nov. gen. et nov. sp. beschrieben worden. Sie kommen in solcher Menge vor, dass man ganze Kameellasten davon wegführen könnte. Stellenweis findet sich auch eine wirkliche Knochenbreccie, in welcher die einzelnen Knochen durch Gyps zusammengekittet sind. In noch grösserer Menge kommen in denselben Lagern verkieselte Bäume vor.