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Ueber die Endmoränen auf dem Höhenrücken Schleswig-Holsteins.

Haas, Hippolyt

Kurzfassung

In seinem Vortrag über die grosse baltische Endmoräne betont Herr G. Berendt, dass nun endlich (1893) zu seiner grossen Freude das Interesse und das Verständniss für die Bedeutung unserer Endmoränenzüge u. s. f. ein lebendiges und allgemeines geworden, so dass gegenwärtig Herr Dr. Gottsche damit beschäftigt sei, dieser grossartigen Marke der Vereisung von der Grenze Jütlands an bis nach Mecklenburg hinein zu folgen u. s. f. Dazu sei mir die Bemerkung erlaubt, dass nicht nur im Jahre 1893, sondern auch schon früher der Endmoränencharakter der betreffenden Gebilde auf dem Höhenrücken Schleswig-Holsteins, und ganz besonders derjenigen Stelle, die Herr Berendt bei Gelegenheit seines Besuches am Nordostseekanal "skizzenhaft aufnehmen" konnte, und deren Verlauf er durch Herrn Gottsche nachher verificiren liess, bekannt war. In meiner Abhandlung: Studien über die Entstehung der Föhrden an der Ostküste Schleswig-Holsteins, I, in den Mittheilungen aus dem mineral. Institut der Universität Kiel, 1. Heft, 1888, p. 13 ff., ist dies p. 17-18 und 25-28 deutlich ausgesprochen und noch deutlicher in meinem Buche über die geologische Bodenbeschaffenheit Schleswig-Holsteins, p. 133 ff. (Kiel 1889). Am letzteren Orte rede ich von diesen Endmoränen in einem besonderen, diese Ueberschrift führenden Kapitel, und zwar in directem Anschluss an Berendt's diesbezügliche Beobachtungen in der Uckermark u. s. f. Ich habe diese Arbeiten Herrn Berendt zugesandt, wie dieselben denn auch von Herrn Wahnschaffe in seinen weitverbreiteten Abhandlungen zu verschiedenen Malen im Hinblick auf meine Ansicht von den Endmoränen auf den Höhenrücken Schleswig-Holsteins citirt werden.