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Unterster Lias in Mecklenburg.

Geinitz, Eugen

Kurzfassung

Ein neues Glied in den Aufschlüssen der Flötzformationen des norddeutschen Flachlandes konnte ich im vorigen Sommer bis Remplin unweit Malchin i. M. constatiren. In dem frisch abgeböschten Eisenbahneinschnitt am "Kellergrund" NW von Remplin, wo die Bahn von Teterow an das linke Ufer der grossen Malchiner Thalniederung herabführt, war bei Station 150,15-150,20 folgendes Profil zu beobachten: Unter einer allgemeinen, die älteren Schichten discordant abschneidenden Decke von Geschiebemergel tritt zunächst (von NW beginnend) a. eine 2 m mächtige Bank von weissem Cenomankalk auf, mit 10-15° NW Einfallen. Dieser Kalk ist derselbe, mit den gleichen Versteinerungen (Avicula gryphaeoides, Belemnites ultimus) wie der jenseits der erwähnten Thalniederung bei Gielow seit langer Zeit bekannte. Unten wird der Kalk ziemlich glaukonitreich. Er wird hier conform unterlagert von einer b. 0,7 m mächtigen Schicht von Grünsand. In demselben finden sich zahlreiche Phosphoritknollen, ausserdem Stücke von verkieseltem, mürbem Coniferenholz. Auch dieser Grünsand tritt in Gielow auf. Ich rechne ihn noch zum Cenoman. Unter diesen Cenomanschichten folgen nun ganz conform Sand- und Thonschichten, z. Th. mit Holzkohle; zunächst c. 0,3-0,5 m scharfer Quarzsand, nach oben glaukonitisch, nach unten zu dünne schwarze Streifen und kleine Thonlinsen führend. c1. Dann 0,8 m feiner Sand, mit Eisenconcretionen, durch dünn gebogene schwarze Sandstreifen wie marmorirt erscheinend. c2. Ihm folgt eine 0,6 m aufgeschlossene Schicht von glimmerreichem, weissem Sand.