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Endmoränen in der nördlichen Uckermark und Vorpommern.

Schröder, Henry

Kurzfassung

Im Jahre 1886 beschrieb E. Geinitz in Mecklenburg mehrere Sand- und Grandrücken als Åsar und Kames der zweiten Vergletscherung. Ganz ähnliche Gebilde in der Gegend zwischen Prenzlau und Pasewalk, auf die ich aufmerksam gemacht hatte, bezeichnete BßRendt 1888 als Åsar der ersten Vergletscherung. Im gleichen Jahre suchte ich an der Hand meiner Beobachtungen in der nördlichen Uckermark auf den Messtischblättern Brüssow und Wallmow zu beweisen, dass diese Grandrücken als Staumoränen zu betrachten seien und eine weiter nach NO zurückliegende Stillstands-Etappe in der Rückzugsperiode der zweiten Vergletscherung darstellen. Dieser Anschauung schloss sich Beushausen 1890 auf Grund seiner Untersuchungen auf den Messtischblättern Gramzow und Pencun an und erweiterte unsere Kenntniss durch mehrere wichtige Beobachtungen. Da die Specialkartirung des in Frage kommenden Gebietes jetzt abgeschlossen ist, habe ich eine Zusammenstellung der gewonnenen Resultate vorgenommen, die kartographisch nebenstehend erfolgt ist. Diese Grand- und Sandrücken sind an ihrer Basis selten breiter als 100 m, meistens aber schmäler; sie besitzen ausgesprochene Längsausdehnung, die zwischen einigen Metern und mehreren Kilometern schwankt; die einzelnen mehr oder minder langen Wälle werden durch Einsattelungen, die bis tief auf das allgemeine Oberflächen-Niveau herabsinken können, in Segmente getheilt. Häufig verschwindet der Rücken und erscheint erst nach einer längeren Unterbrechung wieder in seiner Verlängerung oder es kommt auch der Fall vor, dass die einzelnen Segmente staffelförmig und coulissenartig hinter einander liegen.