Original paper

Die eocäne Fauna des Mt. Pulli bei Valdagno im Vicentino.

Oppenheim, Paul

Kurzfassung

Die Lignitgrabe des Mt. Pulli bei Valdagno, deren organische Reste hier zu schildern sein werden, liegt im Norden von Valdagno in dem etwa 2 km von letzterem Orte gegenüber von Novale am rechten Ufer des Agno ausmündenden Thale des Grengaro. Von ONO nach WSW streichend, über 2 km lang und auf seiner breitesten Stelle 1 km breit, wird dieses durch eine Reihe kleiner Anhöhen, le Case, Vegri und Zanusi genannt, in zwei Abschnitte getheilt, von denen der nördliche durch den Grengaro, den Abfluss der Marana, der südliche durch einen kleinen, auf der italienischen Generalstabskarte nicht näher bezeichneten, von den Umwohnern Marmara genannten Bach durchflossen wird; beide strömen zum Agno, ohne sich innerhalb des Thales zu vereinigen. Die Senkung ist von ihren Alluvionen und von Moränenschutt erfüllt, welchen letzteren man am Eingange gegenüber von Novale durch Erdarbeiten trefflich aufgeschlossen sieht. Eine Reihe von Hügeln, welche sich an den Mt. Porrigi nach N. anlegen, bilden ihre nördliche Begrenzung; es folgen sich hier vom Agnothale aus beginnend in WNW Richtung S. Maria, Cuccerla, Mt, Truffi und Mt. Pulli, welcher letztere sich bereits an die Marrana anschliesst; im S wird das Thal durch den Mt. Marmara (auf der italienischen Karte anscheinend als Cimi Santi bezeichnet) und die Magaraja abgeschlossen; seine westliche Begrenzung bildet Mt. Castelvecchio, während es sich im Osten zum Agno öffnet. An der Nordseite des Thales wird im Osten bei S. Maria (siehe das Profil) die Scaglia in Neigung von etwa 45° SSW angetroffen; auf der Spitze dieses Hügels finden wir einen tuffigen rothen Thon, welcher dort anscheinend zu Bauzwecken gewonnen wird; in ihm ist wohl das Aequivalent des Spilecco-Horizontes zu erblicken, wenngleich charakteristische Fossilien desselben mir bisher nicht vorliegen.