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Ueber das Devon der Ostalpen. III. (Die Fauna des unterdevonischen Riffkalkes. I.)

Frech, Fritz

Kurzfassung

Einleitung. In der Einleitung meines soeben erschienenen Buches über die Karnischen Alpen hatte ich die Hoffnung ausgesprochen, dass die wichtigeren palaeozoischen Leitfossilien im Rahmen dieser geologischen Beschreibung abgebildet werden könnten. Leider hat das theilweise Ausbleiben der in Aussicht gestellten Beihilfen diesen Plan nicht zur Ausführung gelangen lassen. Es schien daher am empfehlenswerthesten zu sein, in dieser Zeitschrift, welche meine ersten Beiträge zur Kenntniss des ostalpinen Devon enthielt, auch die übrigen Devon-Faunen allmählich zur paläontologischen Darstellung zu bringen. Obwohl ich augenblicklich mit anderen Arbeiten überhäuft bin, hat die Rücksicht auf die Wiener Fachgenossen mich bestimmt, den vorliegenden, schwierigsten Theil der Arbeit sofort in Angriff zu nehmen. Von Seiten des Directors der k. k. geologischen Reichsanstalt ist mir die ehrenvollste Anerkennung zu Theil geworden, welche ich je hätte hoffen können. Unmittelbar nach Vollendung meiner in kleinerem Maassstabe (1: 75 000) ausgeführten Aufnahme der Karnischen Alpen ist die Untersuchung dieser hochinteressanten und wichtigen Gebirgsgruppe im grössten Maassstabe (1 : 25 000) begonnen worden. Ich habe geglaubt, alles thun zu müssen, was diesem Unternehmen förderlich sein könnte und daher dem mit der Aufgabe betrauten Sectionsgeologen Herrn Georg Geyer die Correcturbogen der noch nicht veröffentlichten Kartenblätter zur Verfügung gestellt; ich fahre jetzt mit der Beschreibung derjenigen Versteinerungen fort, deren Bestimmung wegen der eigenartigen, in der Natur der Sache liegenden Schwierigkeiten grossentheils nur dem Specialisten möglich ist.