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Geschiebe und Endmoränen in Schleswig u. Holstein, ihre gegenwärtige Lage und das Prioritätsrecht an den diesbezüglichen Beobachtungen und Theorien.

Jessen, Axel

Kurzfassung

In Folge einer brieflichen Mittheilung von Herrn Prof. Dr. Haas in dieser Zeitschrift, 1894, XLVI, p. 289, erlaube ich mir einige Worte zur Beleuchtung der in der Ueberschrift genannten Frage: 1843 sagt G. Forchhammer: "Die Ostküste der Halbinsel von Randers bis nach Lübeck bestehe ans dieser Bildung" (Geschiebethon), und ferner: "Da wo die Föhrden im Innern der Halbinsel endigen, finden sich wieder mächtige Ablagerungen von Geschiebesand", und 1847: "Die Erstreckung des Geschiebethons in den Herzogthümern ist sehr bedeutend. Er bildet die ganze Ostküste des Landes und zieht sich ununterbrochen bis gegen das östliche (wahrscheinlich ein Druckfehler statt westliche) Ende der vielen in dasselbe tief eingeschnittenen Föhrden", und ferner: "Am interessantesten ist unleugbar der grosse Gürtel von Geschiebesand, welcher die Westgrenze der östlichen Geschiebethonformation von der Elbe bis an den Meerbusen von Hadersleben begleitet. Es ist dies die Form des Geschiebesandes, welche ein abwechselndes Terrain bildet. ... Diese Sandlager enthalten häufig Gerölle, um so häufiger, je näher man der Grenze der Geschiebethonformation kömmt, wo sie zuweilen ganze Hügelzüge bilden; je weiter man dagegen nach Westen kommt, desto mehr nehmen die Geschiebe ab, und desto gleichförmiger wird der Sand. ... Die Hügelzüge von Geschiebesand finden sich besonders, obgleich nicht ausschliesslich an der Grenze, zwischen dem östlichen Geschiebethon und dem ihn begleitenden Geschiebesande." ieselben Betrachtungen wiederholt Forchhammer in fast allen seinen späteren Abhandlungen.