Original paper

Endmoräne in Schleswig-Holstein betreffend.

Berendt, G.

Kurzfassung

In seinem Briefe vom 17. Januar d. J. (pag. 289 dieses Bandes) beklagt sich Herr H. Haas, dass ich die Verfolgung des Endmoränenkammes von der Grenze Jütlands bis nach Mecklenburg hinein durch Herrn Gottsche mit besonderer Freude begrüsse und -diesem dadurch eine ihm selbst zukommende Priorität zuspräche. Ich will nicht erörtern, ob dieser offen an einen Dritten gerichtete Brief der rechte Weg war, eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei befreundeten Geologen zum Austrag zu bringen. Jedenfalls wäre auf anderem Wege Herrn Haas die öffentliche Erörterung seines dessbezüglichen Verdienstes erspart geblieben. Mit viel grösserem Rechte könnte sich, wenn Herr Haas Recht hätte, Herr Eug. Geinitz beklagen, dass ich erst in seiner damals in Aussicht gestellten, inzwischen erschienenen Verfolgung des eigentlichen Kammes der Endmoräne innerhalb der von ihm schon 1886 nach dem Vorgange Boll's ausführlich beschriebenen breiten Geschiebestreifen den directen Nachweis der Fortsetzung der südlichen oder grossen baltischen Endmoräne ersehnte. Herr Haas hat eben den Unterschied zwischen der eigentlichen Endmoräne und dem breiten Geschiebestreifen, d.h. der "Endmoränenlandschaft mit dem in sie übergehenden Theile der Grundmoränengebiete", wie es Eug. Geinitz (a.a.O., p. 3) bezeichnet, seither noch nicht klar erfasst.