Original paper

Ueber einige Spongien aus der Kreide Westphalens.

Schlüter, Clemens

Kurzfassung

I. Ueber Scyphia Sacki Goldf. Das Original von Scyphia Sacki, welches Goldfuss zum Zwecke der Beschreibung und Abbildung von Herrn Sack anvertraut war, scheint verloren zu sein, da Hans B. Geinitz - nachdem die Sammlung des Herrn Sack in den Besitz des Museums zu Dresden gelangt war, die Versteinerungen des Grünsandes von Essen mit in den Kreis seiner Betrachtung und Darstellung zog und insbesondere auch über die Spongien dieser reichen berühmten Localität berichtet -, gleichwohl dieser bemerkenswerten Spongie nicht gedenkt. Der Schwamm scheint sehr selten zu sein, da er meines Wissens seit der ersten Beschreibung nur mit Berufung auf diese, nie aber nochmals selbstständig erwähnt ist, und es mir selbst, obwohl ich auf das Vorkommen der Tourtia-Versteinerungen von Essen während vieler Jahre aufmerksam war, nur gelungen ist, ein zerfallenes Exemplar - Stiel- und Becherfragment - auf einem bereits stark verwitterten Haldensturze, westlich von Essen, in der Nähe der Zeche Hagenbeck, zu sammeln. Trotz der unvollständigen Erhaltung gestattet dieser Fund doch, der Beschreibung von Goldfuss einige ergänzende Bemerkungen beizufügen. - Ein mit flacher, wenig ausgebreiteter Basis festgewachsener, ca. 30 mm hoher und 17 mm dicker Stiel erweitert sich oben zu einem nur mässig weiten, bis 40 mm hohen Becher, dessen Wand, in der unteren Partie von erheblicher Dicke (ca. 7 mm und mehr), sich nach oben etwa um die Hälfte verdünnt.