Original paper

Ueber die räumliche Anordnung der mexicanischen Vulcane.

Sapper, Carl

Kurzfassung

Auf pag. 678 ff. des Jahrganges 1894 dieser Zeitschrift haben die Herren Felix und Lenk sich gegen meine Auffassung von der räumlichen Anordnung der mexicanischen Vulcane gewendet, und ich sehe mich daher genöthig, tauf einige der wichtigeren Einwände zu antworten und meinen Standpunkt näher kundzugeben. Die genannten verdienstvollen Erforscher Mexicos heben mit Recht hervor, dass der Gegensatz unserer beiderseitigen Auffassung über diese Frage auf dem Unterschied in der Auffassung des Begriffs "Vulcanspalte" überhaupt beruhe. Wenn sie aber glauben, dass ich darunter "einfach die Linie" verstände, "durch welche man je zwei Vulcane mit einander verbinden kann", so sind sie im Irrthum. Ich verstehe vielmehr unter einer Vulcanspalte eine wirkliche Bruchspalte der Erdrinde, welcher die Vulcane dann aufsitzen. Aus diesem Grunde glaube ich, dass die Vulcane oberirdisch den Verlauf der Bruchspalte kennzeichnen, und lege deshalb besonderes Gewicht auf eine möglichst genaue Feststellung der topographischen Lage der Feuerberge. Diese topographische Arbeit ist für die mexicanischen Vulcane in neuerer Zeit durch Eisenbahningenieure mit einem für meine Zwecke wohl hinreichenden Grade von Genauigkeit gethan worden, Ihre Arbeiten sind von den Herren H. Beutele und C. Zoll für ihre grosse unveröffentlichte Karte des Landes im Maassstab 1 : 100 000 verwerthet worden, und dieser zur Zeit jedenfalls zuverlässigsten Karte Mexicos habe ich dann, wie ich schon früher hervorhob, meine Skizze nachgebildet. Ich habe also allerdings neue, nämlich topographische Beobachtungen zur Stütze meiner Ansicht beigebracht, nur stammen dieselben nicht von mir selbst her, sondern von den Herren Beutele und Zoll, bezw. deren Originalquellen. Ihnen muss ich auch die Verantwortung für die Richtigkeit ihrer Angaben überlassen.