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Ueber das Alter des Kalkes von Paffrath.

Holzapfel, Eduard

Kurzfassung

In dem mir dieser Tage zugegangenen Heft 4 des Jahrganges 1894 dieser Zeitschrift befindet sich ein Aufsatz des Herrn F. Winterfeld über den Kalk von Paffrath, der als Vorläufer einer umfassenden Arbeit über denselben Gegenstand bezeichnet wird. Die von Herrn Winterfeld geäusserten Ansichten stehen nun so sehr im Widerspruch mit den Erfahrungen, die in letzter Zeit über die Gliederung des rheinischen Mitteldevon gemacht wurden, dass mir eine Entgegnung nothwendig erscheint. Herr Winterfeld sieht in dem Paffrather Kalk, gerade wie G. Meyer, die ganze Stringocephalen-Stufe vertreten, setzt aber die Hians-Schichten Meyer's an die Basis und parallelisirt einen Theil derselben mit den eifeler Crinoiden-Schichten. Die Hexagonum-Schichten sollen höher, unmittelbar unter den Quadrigeminum-Schichten liegen. Ich will hier auf die Gliederung des Paffrather Kalkes in sich nicht näher eingehen, sondern nur bemerken, dass nach meinen Beobachtungen bei Paffrath die Quadrigeminum-Schichten auf Lenneschiefer liegen, nicht auf Hexagonum-Schichten, welche schon Beyrich für älter hielt, als den übrigen Paffrather Kalk. Den Ansichten des Herrn Winterfeld über die Stellung des Paffrather Kalkes im devonischen System muss ich dagegen auf das Entschiedenste entgegentreten. Der Schwerpunkt der Frage liegt in der Deutung gewisser mergeliger Kalkbänke als Aequivalente der eifeler Crinoiden-Schichten. Herr Winterfeld hatte im vergangenen Jahre (1894) die Freundlichkeit, mich an die betreffende Fundstelle zu führen, und ich kann bestätigen, dass diese Crinoiden-reichen Bänke dickbankigen Kalken - Meyer's Hians-Schichten - zwischengelagert sind.