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Die subhercyne Tourtia und ihre Brachiopoden- und Mollusken-Fauna.

Tiessen, Ernst

Kurzfassung

Einleitender Theil. Die Bezeichnung "subhercyne Tourtia" ist in dem Titel dieser Arbeit gewählt für das untere Cenoman am Nordrande des Harzes, soweit diese Ablagerung als glaukonitischer Sand und Mergel entwickelt ist. Von der reichen und schönen Fauna der gleichalterigen Tourtia von Essen war schon eine umfangreiche Kenntniss gegeben worden, ehe durch V. Strombeck (1857) die ersten zusammenhängenden paläontologischen Mittheilungen über die Tourtia im subhercynen Kreidegebiete kamen. Einige Petrefacten waren auch schon vor ihm durch Giebel und Geinitz gesammelt und bestimmt. Ein grösseres Material wurde jedoch erst durch die Arbeiten von Ewald gewonnen, besonders durch die Ausbeutung der fossilreichen Phosphoritschicht am Langenberg, bei welcher Mechanikus Yxem in Quedlinburg als unermüdlicher Sammler zur Seite stand. So kam im Laufe von Jahren die grosse Suite zusammen, welche nach dem Tode Ewald's mit dessen Sammlung dem Berliner Museum für Naturkunde einverleibt wurde, und von welcher bisher nur die Brachiopoden von Schlöhbach verwerthet waren. Auf den Rath des Herrn Professor Dames, und mit Einwilligung von Herrn Geheimrath Beyrich durfte ich die Bearbeitung der Brachiopoden und Mollusken der Ewald'schen Sammlung im Ganzen unternehmen. Diesen beiden Herren erstatte ich dafür wie für die stete Förderung meiner Arbeit an erster Stelle meinen ergebensten Dank; sodann den Herren Professor Jaekel und Dr. Joh. Böhm für die freundliche Unterstützung meiner Untersuchungen.