Original paper

über seine Reise an der Südküste des Marmarameeres in Kleinasien

Toula, Franz

Kurzfassung

über das am Golf von Ismid entdeckte Auftreten von mediterranem Muschelkalk. Auf der im Juni d. J. unternommenen Reise wollte ich vor Allem den westlichen Theil der Südküste des Marmarameeres kennen lernen, zunächst bis zum Anschlüsse an das von Geheimrath E. v. Fritsch besuchte Gebiet. Als eine der Hauptaufgaben, die ich mir gestellt, war der Besuch der von Coquand in der Gegend von Pánderma aufgefundenen, was ihre Lage anbelangt z. Th sehr wenig bestimmt bezeichneten Versteinerungen führenden Localitäten in Aussicht genommen, von wo er Ober-Devon mit Goniatiten und Carbon mit Productus latissimus, Pr. longispinus, Pr. giganteus u. s. w. angegeben hat). Das letztere dieser Voskommnisse wollte ich versuchen mit dem von Manzavinos bei Urkhanlar aufgefundenen Ober-Carbon in Vergleich zu bringen, welches G. v. Bukowski zu besichtigen keine Gelegenheit gehabt hat. Dann wollte ich weiter bis Balia Maden gehen. Die Ausführung dieses Theiles meines Reiseprogrammes vereitelte mir nach den ersten am Bosporus und im äussersten Westen der Marmarameer-Südküste zugebrachten Wochen meine schwere Erkrankung an der asiatischen Cholera, die mich nöthigte, nach der Genesung sofort in die Heimath zurückzukehren. Nach dem Besuche der Devon-Localitäten am Bosporus führte mich ein Ausflug an den Golf von Ismid, wo mich Dr. Halil Edhem Bey, mein ehemaliger Zuhörer, in Gebsé erwartete, um mich bei einigen Begehungen zu begleiten. Bei dieser Gelegenheit verfolgte ich unter Anderem auch zu Fuss die Bahnlinie von Gebsé ("Gégbüze", "Gébize", das alte Darkibyza) bis Kaba burun.