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Dampfquellen und Schlammvulkane in S. Salvador.

Sapper, Carl

Kurzfassung

Von jeher haben die Schlammvulkane, Dampf- und Heisswasserquellen von S. Salvador (hier theils Infiernillos, theils Ausoles genannt) die Aufmerksamkeit der Reisenden auf sich gezogen, und schon im 16. Jahrhundert hat Don Diego De Palacio einige derselben beschrieben. Indem Karl Von Seebach in seinem nachgelassenen Buche (p. 179) letztere Thatsache erwähnt, fügt er zugleich hinzu, dass dieselben seit Palacio's Reise 1576 im Allgemeinen wenig Veränderungen erlitten haben. Freilich hebt er gleichzeitig hervor, dass ein Vergleich der früheren Beschreibungen der Ausoles von Ahuachapan mit den Angaben von Dollfus und Montserrat erkennen lässt, dass einmal früher höhere Wärmegrade herrschten und zweitens erst kurz vor der Reise der beiden französischen Geologen sich die schönen kleinen Schlammvulkane bildeten, welche Dollfus und Moktserrat in ihrem Werke (t. 11) abgebildet haben. Dieselben existiren gegenwärtig nicht mehr (wenigstens nicht in der beschriebenen Gestalt) und haben demnach nur eine vorübergehende Phase der Ausoles dargestellt. Uebrigens ist eine starke Veränderlichkeit der äusserlichen Erscheinung dieser Infiernillos und Ausoles von vornherein zu erwarten, wenn wirklich, wie ich mit Dollfus und Montserrat, sowie mit C. Renson annehme, die Ursache des ganzen Phänomens in Gasen und Wasserdämpfen zu suchen ist, welche aus tiefen Erdschichten hervorquellen und erst in oberflächlichen Lagen auf Wasser und Schlamm treffen.