Original paper

Ueber Silur, Devon, Carbon und die Glossopteris-Stufe in der Gegend von Jachal im nordwestlichen Argentinien.

Bodenbender, W.

Kurzfassung

Ihr Schreiben vom 21. December vorigen Jahres hat mich sehr erfreut, insofern ich daraus ersah, dass meine Fossilien in Ihren Händen sind und ich in der Bestimmung der devonischen Schichten nicht fehlgeschossen hatte. Vor einigen Tagen sandte ich Ihnen eine kleine Abhandlung: "sobre la edad de algunas formaciones carboniferas", worin ich eine Gesammtübersicht über das Schichtensystem des nordwestlichen Theiles der argentinischen Republik gegeben habe. Vom Glücke begünstigt, vermochte ich in den letzten Jahren durch den Nachweis der Kohlenformation, des Devon und neuerdings auch der Glossopteris-Stufe die Lücken auszufüllen, die bisher noch in der paläozoischen Schichtenfolge Argentiniens bestanden, und damit die von Stelzner und Brackebusch gelegte Grundlage zu ergänzen. Zur genaueren Orientirung über das Auftreten der devonischen Ablagerungen in der Gegend von Jachal füge ich eine kleine Profilskizze bei. Wie Sie daraus sehen, stimmt Ihre Ansicht, dass die (devonischen) Fossilien von der Westseite des Cerro del Fuerte und von der Westseite des Cerro del agua nera dem nämlichen Horizonte angehören, mit meinen stratigraphischen Beobachtungen vollständig überein. Dreimal wiederholen sich dieselben Schichten von Osten nach Westen. Am C. del Fuerte sind die fossilführenden Schichten zwischen Silur und Kohlenformation, auffallend schwach entwickelt. Im Westen des Rio Jachal liegt über den fossilführenden Schichten eine mehr als 500 m mächtige Schichtenfolge ohne Fossilien. Dann folgt im Westen einer neuen Dislocation wiederum Silurkalk, darüber fossilfreie Grauwacken, dann fossilführende devonische Kalke und Schiefer. Was westlich von hier folgt, müssen weitere Studien festellen.