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über einige Ergebnisse seiner vorjährigen Aufnahmen im Oberharze.

Beushausen

Kurzfassung

Der Vortragende hob zunächst hervor, dass durch seine vorjährigen Untersuchungen die im Jahrbuche der kgl. geologischen Landesanstalt für 1894, p. XXV ff. von ihm aufgestellte vorläufige Gliederung der höheren Devonschichten im Bereiche des Blattes Zellerfeld nur in einem Punkte modificirt worden sei; dagegen seien zwei Horizonte neu zur Beobachtung gelangt und die Schichtenreihe dadurch vervollständigt worden. Im ersteren Falle handelt es sich um die unter den die Basis des Stringocephalen-Kalkes bildenden Odershäuser Kalken mit Posidonia hians Waldschm. auftretenden dunklen krystallinischen Knollenkalke in unreinen dickschieferigen Schiefern, welche im Jahre 1894 als besondere hangende Zone von den tiefer folgenden Goslarer Schiefern abgetrennt worden waren. Es hat sich jetzt herausgestellt, dass diese Kalke und Schiefer nur petrographisch etwas abweichend entwickelte Schichten innerhalb der, ebenflächigere Thonschiefer mit etwas helleren, dichten Knollenkalken darstellenden Goslarer Schiefer sind, aber kein festes Niveau einnehmen. Auch ihre Fauna bietet keinen Anhaltspunkt für eine Abtrennung als besondere jüngere Zone. Demgemäss sind die "Knollenkalke" mit den Goslarer Schiefern zu vereinigen. Der Vortragende betonte weiter, dass, wie A. Halfar bereits 1887 erkannt und ausgeführt hatte, der Name "Goslarer Schiefer" zu Gunsten der alten Roemer'schen Bezeichnung dieser Schichten als Wissenbacher Schiefer wieder aufgegeben werden muss, nachdem sich herausgestellt hat, dass sie nicht jünger sind als die Wissenbacher Schiefer Nassaus. Ob die bisherigen "Goslarer Schiefer" nur die jüngere Zone der letzteren repräsentiren, wie dies u.a. Kayser und Holzapfel annehmen, ist noch nicht sicher zu entscheiden.