Original paper

Ueber ein massenhaftes Vorkommen von Achat im Porphyr bei Neukirch im Kreise Schönau in Niederschlesien.

Müller, Wilhelm

Kurzfassung

Durch den Bau der neuen Eisenbahn von Goldberg durch das Katzbachthal über Schönau bis Ketschdorf und von da bis Merzdorf, im Anschluss an die schlesische Gebirgsbahn, sind in dem durchweg gebirgigen Terrain eine Reihe sehr schöner Aufschlüsse geschaffen worden, wie sie bis dahin mangels grösserer technischer Unternehmungen in diesem Gebiete nicht vorhanden waren. Nicht nur sind durch die Bahnstrecke die Schichten der Sedimentärformationen, die den alten Schiefern des Bober-Katzbach-Gebirges nach Norden aufgelagert, sind, sowie diese letzteren selbst an zahlreichen Punkten angeschnitten worden, sondern auch in den massigen Gesteinen, den Porphyren und Melaphyren des Katzbachthales zwischen Neukirch und Röversdorf, ist eine Reihe frischer Anbrüche erfolgt. Von diesen bietet namentlich der einer kleinen, ganz unscheinbaren Porphyrkuppe in mehrfacher Beziehung recht interessante Erscheinungen dar, deren Beschreibung der Zweck dieser Zeilen ist. Verfolgt man von Neukirch her aufwärts die Bahnstrecke, so gelangt man nicht weit oberhalb der letzten Häuser der Kolonie Schönhansen auf dem linken Flussufer in denjenigen Theil des Katzbachthales, der wegen der dasselbe auf beiden Seiten einschliessenden, schroff aufsteigenden Höhen "die Hölle" genannt wird. Der erste Einschnitt, den die Bahn hier macht, geht durch eine ungefähr 5 m hohe und gegen 100 m lange, also verhältnissmässig nur unbedeutende Bodenanschwellung.