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Die Organisation von Archegosaurus.

Jaekel, Otto

Kurzfassung

Das reiche Material, welches das kgl. Museum für Naturkunde und die Sammlung der kgl. geologischen Landesanstalt zu Berlin von Archegosaurus Decheni besitzen, konnte ich Dank des freundlichen Entgegenkommens der Herren E. Beyrich und Hauchecorne einer neuen, wie ich später ersah, schon von A. Fritsch gelegentlich vorgeschlagenen, aber bisher noch nicht in weiterem Umfang angewendeten Präparationsmethode unterziehen, indem ich die Reste der Knochentheile sorgfältig entfernte und durch Ausgüsse der so präparirten Platten wieder positive Bilder der Skelete erzielte. Die Entfernung der Skeletreste erfolgte mit einem feinen Meissel und Hammer oder mit der Stahlnadel, die Herstellung der Ausgüsse in der Regel mit einer Mischung von Gelatine und Glycerin. Diese Masse bietet vor anderen wie Gyps und Schwefel den Vortheil, dass sie sich aus sehr complicirten Vertiefungen leicht herausziehen lässt und im Gegensatz zu Guttapercha auch auf grosse Platten in flüssigem Zustande leicht aufgegossen werden kann. Die auf diese Weise erzeugten Reliefs liefern ganz wesentlich klarere Bilder der Skelettheile, als man solche bisher kannte, da bei dem gewöhnlichen Erhaltungszustande der Thongeoden die Knochen, die innen locker oder, wie die Hautknochen, aussen stark skulpturirt sind, fast ausnahmslos in der Geodenfläche gespalten und zerbröckelt sind. Da mir zu einer in Aussicht genommenen Monographie von Archegosaurus zunächst die Zeit mangelt, andererseits aber einige der hier gewonnenen Resultate für wichtige und gerade in neuester Zeit vielfach besprochene Fragen entscheidend sein dürften, so wollte ich nicht unterlassen, die wichtigeren Ergebnisse in einer vorläufigen Mittheilung bekannt zu geben. Ich beginne mit der Besprechung des Schädels, um daran die der Wirbelsäule, der Extremitäten und des Hautskeletes anzuschliessen.