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Beiträge zur Kenntniss der basaltischen Gesteine von Nord-Syrien.

Pötz, Wilhelm

Kurzfassung

I. Einleitung. Den Bemühungen und dem rastlosen Eifer einer ganzen Reihe von Forschern verdanken wir es, dass Süd-Syrien oder Palästina und Mittel-Syrien, d.h. das Libanongebiet in geologischer Beziehung in vielen ihrer Theile mehr oder weniger bekannt sind. Russegger (1835), Blanche (1847), Anderson (1848), Gaillardot (1849), Roth (1859), Wetzstein (1860), Lartet (1865), Fraas (1865 und 1875), vom Rath (1882), Stübel (1882). Hüll (1884), Diener (1886), Noetling (1886). Blanckenhorn (1888 und 1894) sind diejenigen Männer, welchen anerkennenswerthe Fortschritte auf diesem Forschungsgebiete zuzuschreiben sind. Anders verhält es sich mit Nord-Syrien, d.h. den Landstrichen, welche nördlich vom Breitengrade 34° 40' nördl. Br. liegen, mit anderen Worten von der Ebene von Dschun 'Akkar im NO von Tarabulus, dem hier mündenden Nahr el-Kebir und der Stadt Homs am Orontes an bis zu den südlichen Grenzen Kleinasiens, von der levantinischen Küste im W bis zum Euphrat im O. Von Russegger, der sich seinerseits auf die älteren Reiseberichte von Ainsworth stützt, haben wir wohl, speciell über die nördlichsten Gebiete zwischen der Orontesmündung und Aleppo, manche Mittheilungen erhalten, die aber heute grossentheils veraltet sind- Seit dieser Zeit ist Nord-Syrien zum Zweck geologischer Forschungen lange nicht betreten worden, und erst in unserer Zeit, im Jahre 1888, unternahm ein Deutscher, Dr. Max Blanckenhorn, speciell zu geologisch - geographischen Forschungen eine Reise durch die verschiedensten Theile Nord-Syriens, deren Ergebnisse uns nunmehr bereits einen Ueberblick über die geognostische Beschaffenheit des genannten Landes ermöglichen.