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Beobachtungen über Devon- und Gondwana-Schichten in der Argentinischen Republik.

Bodenbender, W.

Kurzfassung

Vorbemerkungen. Im Osten der argentinischen Hauptcordillere zwischen dem 30.° und 33.° südl. Br. erheben sich, den Provinzen Mendoza und S. Juan angehörend, mehrere nordsüdlich streichende Parallelketten, die, in ihrer geologischen Zusammensetzung wesentlich verschieden von der Centralkette wie auch von den östlich gelegenen pampinen Sierren, von Stelzner als "Anticordilleren" zusammengefasst wurden. Da die inneren, der Hauptcordillere benachbarten Ketten (3-4000 m) sich wesentlich aus Grauwacken und Thonschiefern zusammensetzen, die äusseren dagegen aus silurischen Kalken bestehen, unterschied dieser Forscher weiterhin "innere" und "äussere" Anticordilleren. Zu der ersteren rechnete er die Ketten von Paramillo, Tontal und die der hohen Zonda, zu den letzteren die kleine Sierra de Zonda, die Sierra westlich von Gualilan, die Sierra von Talacastra-Huaco und die von Billagun. Am deutlichsten scheint die Zweitheilung der Anticordilleren in dem von Stelzner bereisten Gebiete zwischen der Stadt S. Juan und dem Rio de los Patos zu sein; nördlich von S. Juan dürfte dieselbe weder in topographischem noch geologischem Sinne aufrecht erhalten werden können. So können z.B. topographisch die Ketten im Westen von Gualilan nicht zu der äusseren Anticordillere gerechnet, sondern müssen als Fortsetzung der Sierra de Paramillo betrachtet werden. Auch die geologische Zweigliederung ist, wie wir im Nachfolgenden sehen werden, hier nicht vorhanden, da an der Zusammensetzung der Anticordilleren nicht allein Silurkalke, sondern auch Grauwacken und Thonschiefer Theil nehmen. Die Ketten von Gualilan, Talacastra und Tucunuco, begrenzt im Westen von der breiten am Fusse der Hauptcordillere sich erstreckenden Depression von Iglesia und Rodeo, im Osten von der schmalen, bandförmigen Niederung von Matagusano, Tucunuco und Niquivil, vereinigen sich gegen Jachal hin fast zu einem Stocke, dem Cerro Blanco (ungefähr 3000 m hoch).