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Beitrag zur Gliederung der Kreide in den Venetianer Alpen.

Boehm, Georg

Kurzfassung

Geologischer Theil. Der Kreide der venetianischen Alpen ist man in neuerer Zeit von verschiedenen Seiten näher getreten, und nicht nur der geologische Aufbau, sondern auch die Fauna sind in mannigfachen Werken behandelt worden. Als ich im Jahre 1884 zum ersten Male das betreffende Gebiet bereiste, wurde mir bald klar, dass hier eine Grundlage der Leitfossilien erst geschaffen werden müsse. Ich fand damals den seitdem viel genannten Steinbruch von Calloneghe am Lago di St. Croce. Ausserdem machte mich der inzwischen verstorbene Herr Pirona auf den durch ihn bekannt gewordenen Col dei Schiosi aufmerksam. Ich beschloss, alle eingehenden Forschungen auf ein bestimmtes Niveau dieser beiden Punkte zu richten. Die Ergebnisse habe ich inzwischen veröffentlicht. Im Jahre 1892 erschien die erste grössere Arbeit des Herrn Futterer über das vorliegende Gebiet. Was den paläontologischen Theil anbelangt, so verweise ich auf III. Hier möchte ich nur erwähnen, dass die in VIII neu geschaffenen Gattungen Cornucaprina und Orthoptychus bereits in v. Zittel's Grundzügen der Paläontologie als Synonyma aufgeführt sind. Die Verwechslung der Ober mit der Unterklappe bei Cornucaprina, die Douvillé, VII, p. 829, aus den Abbildungen erkannt hat, ist inzwischen von Herrn Futterer selbst, mit Auslassung seiner Autorschaft bei den Litteraturangaben, zugestanden worden (X, p. 259,2). Auch sind von Douvillé, VII, p. 828, 830, 831, Apricardia, die Hippuriten und Ichthyosarcolithus einer eingehenden kritischen Besprechung unterzogen worden. Was den geologischen Theil betrifft, so kommen auch hier, wie früher, nur die Rudistenkalke in Betracht.