Original paper

Revision der unterliasischen Lamellibranchiaten-Fauna vom Kanonenberge bei Halberstadt.

Philippi, Emil

Kurzfassung

Jeder, der sich einmal mit deutschen Triasbivalven beschäftigt hat, wird empfunden haben, dass sich für eine Reihe von. Formen wegen ihres ungünstigen Erhaltungszustandes, der die Beobachtung des Schaleninneren meist nicht zulässt, das Genus sehr schwer feststellen lässt. Entweder findet man sich mit diesen Dingen ab, indem man sie als "unbestimmbare Bivalven" aufführt, oder man spricht von triadischen Panopaeen, Tellinen etc., obgleich man sehr wohl weiss, dass diese recenten Genera in der Triaszeit wahrscheinlich noch nicht existirt haben. Es war der Wunsch, für solche schwer zu deutenden Triasformen Anhaltspunkte zu gewinnen, der mich veranlasste, das prächtige Material aus den Psilonoten-Schichten von Halberstadt, das mit der Ewald'schen Sammlung an das Museum für Naturkunde gekommen ist, durchzusehen. Wieweit es mir gelungen ist, durch nahe verwandte Liasarten Aufschluss über zweifelhafte Triasformen zu erhalten, werde ich in einer späteren Publication darlegen. In den folgenden Zeilen habe ich vorläufig die Punkte zusammengestellt, in denen ich Dunker's und Brauns' Deutung der Halberstädter Psilonoten-Fauna ergänzen kann.