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Beiträge zur Kenntniss des Paläozoicum der Umgegend von Hof a. Saale.

Leyh, C. Fr.

Kurzfassung

I. Einleitung. Seit der Beschreibung der fossilen Fauna der "Leimitzschichten" durch J. Barrande in seiner Abhandlung "Silurische Fauna aus der Umgebung von Hof in Bayern" war bis heute kein Petrefactenfund aus der nächsten Umgegend der Stadt Hof im Fichtelgebirge mehr im Stande, in so hohem Grade das Interesse der Geologen und Paläontologen zu erwecken, als derjenige, auf welchen sich die folgenden Zeilen beziehen. Barrande berief sich in seiner Schrift auf den Eifer der Gelehrten und sprach die Hoffnung aus, dass dem Studium der Umgebung von Hof in der Folge immer mehr Interesse entgegengebracht werde. Trotz dieses Appells erschien seit dieser Zeit, wenn wir von Gümbel's grundlegendem Werke "Geognostische Beschreibung des Fichtelgebirges 1879" absehen, keine Specialarbeit, wenigstens rein paläontologischen Inhalts mehr, die sich mit dem Palaeozoicum bei Hof befasst hätte. Nun hat in letzterer Zeit, seit etwa neun Jahren, der durch seine Mineralien- und Petrefacten-Sammlung in Fachkreisen bekannte Herr Rechtsanwalt Glass in Hof aus einem bei dem Einzelhofe Geigen, eine kleine halbe Stunde westlich von Hof, gelegenen Devonkalkbruche, den ich in der Folge der Kürze halber "Geigenbruch" nennen werde, eine sehr reiche Fossilienausbeute gemacht. Diese Funde verdienen in mehrfacher Hinsicht, wie sich aus dem Folgenden ergeben wird, allgemeinere Aufmerksamkeit, abgesehen davon, dass sie für diese Gegend ganz neu sind. Einem Rathschlage meiner verehrten Lehrer, der Herren Professor Dr. Oebbeke und Privatdocent Dr. Blanckenhorn Folge leistend, entschloss ich mich im Sommer 1895, diese Funde aus dem Geigenbrache einer Bearbeitung zu unterziehen.