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Beiträge zur Kenntniss des Jura in Ost-Afrika.

Futterer, K.

Kurzfassung

IV. Der Jura von Schoa (Süd-Abessinien). Einleitung. Die hier mitgeteilten Studien über die Jurabildungen des südlichen Abessinien haben als Ausgangspunkt die Sammlungen, welche der Forschungsreisende V. Ragazzi angelegt hatte, und die mir Herr Prof. Pantanelli in Modena in liebenswürdigster Weise zur Bearbeitung anvertraute. Die ganzen mir zugänglich gewordenen Sammlungen umfassen ein Material von etwa 180 Versteinerungen und einigen Gesteinsproben und Handstücken. Ein kleinerer Theil der Sammlung Ragazzi's, der sich in Wien befindet, wurde mir durch Herrn Prof. Dr. Suess zum Studium überlassen, und ihm sei ebenso wie Prof. Pantanelli in Modena mein wärmster Dank auch an dieser Stelle ausgesprochen. Desgleichen fühle ich mich Herrn Geheimrath Prof. Dr. Von Zittel zu Danke verpflichtet, der meine Arbeit wesentlich förderte durch die liebenswürdige Bereitwilligkeit, mit der er mir die Benutzung der Bibliothek und der Sammlungen des kgl. bayerischen Staates ermöglichte. I. Geologischer Theil. Ueber das Auftreten von marinen Jurasedimenten in Abessinien sind in der Litteratur eine Reihe von Nachrichten und Beobachtungen mitgetheilt. Schon Ferret und Galinier machten 1847 über die Verbreitung des Jura in Abessinien die nachfolgenden im Auszuge mitgetheilten Bemerkungen (p. 54-56). Juraablagerungen wurden in der Umgebung von Tschelicut und Antalo beobachtet; sie dehnten sich nach Oso. gegen Schoa hin weiter aus, so dass sie dort möglicher Weise eine grosse Verbreitung besitzen.